05.02.2021

Betriebliches Gesamtenergiekonzept

Seit 2015 produzieren wir klimaneutral. In den letzten 5 Jahren konnten wir unseren CO2 Ausstoß nahezu halbieren. Dies gelang uns unter anderem durch die Einführung des Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 für alle Standorte. Begleitet wird diese Maßnahme auch durch ein vom Bayerischen Wirtschaftsministerium (STMWI) mit 40 Prozent geförderten Energiekonzept. Im Rahmen des betrieblichen Energiekonzepts wurde die energetische Bestandsaufnahme vertieft und die thermische und elektrische Energieversorgung, sowie der CO2-Ausstoß wissenschaftlich neutral untersucht.

Das Institut für Energietechnik IfE GmbH an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden begleitet uns seit vielen Jahren kontinuierlich bei der Optimierung der einzelnen Maßnahmen. Ziel ist neben der Steigerung der Ressourcen- und Energieeffizienz auch die Einsparung von Energiekosten, was zu einer nachhaltigen Sicherung von Arbeitsplätzen beiträgt. Darüber hinaus soll auch in Zukunft eine, den spezifischen Anforderungen und Gegebenheiten angepasste, effiziente und nachhaltige Energieversorgung sichergestellt werden. Dies war im Rahmen des geförderten Energiekonzepts, neben der begleitenden Analyse von Potentialen zur Steigerung der Energieeffizienz (z. B. im Bereich der Fertigung, Beleuchtung oder Druckluftversorgung) Schwerpunkt der Betrachtungen des IfE:

Der Unternehmenssitz in Fensterbach (OT Högling) ist mit Abstand der größte Energieverbraucher aller Standorte der Firma Godelmann. Neben rund 7 Mio. Kilowattstunden Stromverbrauch fallen auch rund 0,5 Mio. Kilowattstunden Brennstoffe für die Wärmeversorgung des Betriebsgeländes an. Aus diesem Grund wurde der Aufbau eines innerbetrieblichen Wärmeverbundnetzes geprüft und mehrere Erzeugungsvarianten vergleichend bewertet. Hierbei hat sich die Versorgung über eine Holzhackschnitzelheizung als wirtschaftlichste und ökologischste Variante herausgestellt. Eine Besonderheit stellt die Möglichkeit dar, ausgediente und kaputte Transportpaletten, die nicht mehr repariert werden können, als klimaneutralen Brennstoff zu nutzen und so weiter fossile Brennstoffe und Ressourcen einzusparen.

Der im Energiekonzept ausgearbeitete Wärmeverbund wird nun zeitnah umgesetzt und in Zukunft, neben den Bestandsgebäuden auch die neu geplanten Hallen und Werkstätten am Standort in Högling versorgen. Hierfür werden in den nächsten Schritten die zukünftige Heizzentrale inkl. Hackschnitzellager aufgebaut und die notwendigen Wärmeleitungen auf dem Betriebsgelände verlegt, sodass die klimaneutrale Heizung im kommenden Wintern die Wärmeversorgung übernehmen kann.