
In Deutschland verbieten zahlreiche Kommunen bei Glatteis die Nutzung von Streusalz auf Gehwegen und schränken die Verwendung stark ein. In Städten wie Düsseldorf, Stuttgart Essen und Leipzig sind Auftausalze nur bei extremen Situationen wie Eisregen erlaubt. Denn für die Umwelt ist Streusalz sehr schädlich.
Kurzfristig liegen die Vorteile von Streusalz auf der Hand: Es senkt den Gefrierpunkt von Wasser, verhindert Eisbildung und bringt vorhandenes Eis zum Schmelzen. Der Nachteil zeigt sich jedoch schnell.

Da Streusalz eine wasserbindende Wirkung hat, verursacht es bei Pflanzen Trockenstress. Das hat zur Folge, dass Bäume und Sträucher weniger Wasser und Nährstoffe aufnehmen können, selbst wenn genügend zur Verfügung steht. Es besteht also die Gefahr, dass sie im nächsten Frühjahr nicht mehr richtig ausschlagen und anfällig für Krankheiten werden. Auch ein früheres Absterben von Pflanzen am Straßenrand oder angrenzenden Grünflächen kann eine Folge sein.
Sowohl Haus- als auch Wildtiere leiden unter Streusalz. Bei Hunden können gereizte oder entzündete Pfoten entstehen; beim Ablecken drohen Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall. Besonders problematisch sind Salze mit Ethylenglycol: Diese süßlich schmeckende Substanz kann schwere Nierenschäden verursachen und im schlimmsten Fall tödlich wirken.
Neben Umwelt und Tierwohl kann auch die bauliche Infrastruktur durch den Einsatz von Streusalz beeinträchtigt werden. In Verbindung mit Feuchtigkeit wirkt Salz auf Dauer korrosiv und kann unterschiedliche Materialien belasten. Auch Fahrzeuge können durch salzhaltige Rückstände, etwa auf Parkflächen und Zufahrten, langfristig stärker beansprucht werden.
Gerade auf ökologischen Flächen und wasserdurchlässigen Belägen ist der Einsatz von Streusalz klar geregelt. Die Grundwasserverordnung sowie kommunale Satzungen schreiben vor: Auftausalz ist hier tabu.
Verstöße können teuer werden – und belasten zugleich Umwelt und Infrastruktur nachhaltig. Umso wichtiger ist es, rechtzeitig auf geeignete Alternativen zu setzen.

Die beste vorbeugende Maßnahme gegen Glätte ist das konsequente Entfernen von Schnee. Um Schneeschaufel oder Schneeschieber kommt man nicht herum – egal ob im öffentlichen Raum oder auf privaten Wegen, Terrassen und Zufahrten.
Um die freigeräumten Flächen anschließend rutschfest zu machen, haben sich abstumpfende Streumittel bewährt. Sie sorgen für Sicherheit, ohne chemisch in die Oberfläche oder die Umwelt einzugreifen. Entscheidend sind die richtige Körnung und eine gleichmäßige Ausbringung.

Sehr wirksam, jedoch auf zertifizierte Qualität achten

Erhöht die Rutschfestigkeit, wiederverwendbar

Rostbeständig, nimmt Schmelzwasser auf, pflanzenschonend
Achten Sie darauf, Auftausalz nur in absoluten Notfällen einzusetzen und ausschließlich organische Salze zu verwenden. Diese belasten das Grundwasser wesentlich geringer als herkömmliches Streusalz. Bitte setzen Sie auch organische Salze nicht auf ökologischen Flächen ein.